Einstellung · Lächeln · Mindset · Persönlichkeitsentwicklung · Positiv Denken

Lächle – und der Tag gehört dir!

Jaja, ich weiß, das hast du vermutlich schon viel zu oft gehört. Und vermutlich hängt es dir aus den Ohren. Aber es ist tatsächlich so, dass Endorphine freigesetzt werden, wenn du lächelst. Und noch besser: Das Stresshormon Adrenalin wird unterdrückt. Ist doch eine tolle win-win-Situation.

Ich versuche mittlerweile so sehr auf meine Mimik zu achten. Wenn ich merke, dass ich mein Gesicht mal wieder anspanne oder verkrampfe, ändere ich das sofort. Ich gehe lächelnd vom Auto zur Arbeit, ich begrüße morgens meine Eltern mit „Ich wünsche euch einen wunderschönen guten Morgen“ und lächle dabei – es fehlt ihnen sogar, wenn ich es nicht tue, ich lächle die Kassiererin an, wenn ich einkaufen bin, wünsche ihr einen schönen Tag, bedanke mich jederzeit, wenn ich denn kann, immer mit einem Lächeln.
Ich bin freundlicher geworden, dankbarer und strahle es auch aus. Seit ich mehr lächle, fühle ich mich tatsächlich besser.
Und noch viel interessanter ist es zu beobachten, was andere Menschen daraus machen. Manche gucken mich mit einem bösen Blick an, manche lächeln zurück und von manchen bekomme ich dann noch etwas Schönes gesagt. Probiere es mal aus. Teste es.

Das Leben ist viel zu kostbar, um es nur mürrisch zu verbringen. Sei offen und freundlich zu der Welt und sie schenkt dir was zurück.

Ich gehörte mal zu den Personen, die selbst auf der Arbeit keinen guten Morgen gewünscht haben. Die sich ständig nur beschwert haben und wenn einer zu langsam bei einer Ampel angefahren ist. Ich habe mich über alles und jeden aufgeregt und wie dumm ist das eigentlich? Wieso sollte ich mich ständig über das Verhalten anderer ärgern? Das ist doch pure Selbstzerstörung. Du zerstörst dir damit deinen angefangenen, neutralen, oder sogar glücklichen Tag.

Denken wir mal ganz weit zurück. Wir kommen auf die Welt als ahnungslose Säuglinge. Dann werden wir immer älter, immer größer und unsere Erziehung und Kindheit trägt einen wesentlichen Teil zu unserer Persönlichkeitsentwicklung bei. Wir lernen aus Fehlern, werden durch traumatische Erlebnisse geprägt und formen uns so immer weiter zu uns selbst. Irgendwann sind wir dann Teenager, bauen vermutlich Mist, gehen feiern, verlieren Freunde, lernen neue Leute kennen, haben unseren ersten Liebeskummer. Teilweise verbittert es uns. Teilweise schenken wir Eigenschaften mehr Aufmerksamkeit, als sie es verdient haben. Weil wir uns gar nicht bewusst damit beschäftigen. Und wenn du dann erwachsen bist, einen Job hast und jeden Tag Routine hast, mit dem was du tust, lässt du deine schlechte Laune sowieso raus. Und wieso? Weil du es von deinem Umfeld so siehst! Weil sie es genauso tun! Weil du daran gewöhnt bist! Weil du die Summe der 5 Menschen bist, die sich in deinem nahen Umfeld bewegen! Man lernt das, was die eigenen Eltern umsetzen. Man hat diese als Vorbild für die eigene Entwicklung. Zumindest bis zu einem gewissen Alter. Und dann guckt man sich ihre Gewohnheiten ab. Ganz automatisch. Ganz normal. Das kommt von deinen Spiegelneuronen, die sich in deinem Gehirn befinden. Und was tun diese kleinen Nervenzellen? Sie gucken sich ab, was andere tun, sodass du es auch tun musst. Das Phänomen tritt besonders häufig beim Gähnen ein. Ist dir bestimmt auch schon aufgefallen. Wenn jemand gähnt, hast du automatisch das Bedürfnis ebenfalls zu gähnen. Wenn dir jemand etwas trauriges erzählt und er es auch so rüber bringt, stimmt dich das automatisch auch trauriger – du fühlst mit. Und dasselbe ist der Fall, wenn du dich jeden Tag mit genervten Menschen umgibst, die sich nur aufregen – du regst dich ebenfalls mehr auf.

Wie oft lese ich auf Twitter, dass Menschen von den kleinsten Dingen genervt sind, die dann ihre gesamte Stimmung für den ganzen Tag beeinflussen? Wie oft muss ich mir von meinen Eltern anhören, dass sie genervt sind, weil irgendwas auf der Arbeit passiert ist, weil sie ihren Job eigentlich gar nicht wirklich mögen? Es wird sich über nichts aufgeregt! Wo ist da der Mehrwert?
Seitdem ich mich weiterentwickle gibt es sowas nicht mehr. Und wenn ich in einen Personenkreis gerate, wo ich mich schnell aufregen könnte, distanziere ich mich einfach von dieser Gruppe. Fertig. Ich lasse mich gar nicht auf deren Niveau herab. Ich lasse es gar nicht zu, dass sie mich herunterziehen könnten. Und wenn ich in dem Personenkreis bleiben muss und mir deren kleinsten Problemchen anhöre, lache ich innerlich ein wenig, auch wenn sie mir mit dieser Einstellung ein wenig leidtun. Aber ich lasse es nicht an mich heran. Tobias Beck nennt solche Nörgler Bewohner.

Ich liebe das Leben und liebe jeden Tag, den ich gesund auf dieser Welt verbringen darf.
Ich tue das, was ich mag und was ich tun möchte.
Und vielleicht schenke ich einer genervten Kassiererin wieder etwas Freude, wenn ich sie anlächle und freundlich behandle. Ihr einen schönen Tag wünsche. Ich möchte niemanden etwas Böses, ich möchte niemanden verletzen oder schlecht behandeln. Ich möchte einfach Freude, meine Energie und mein positives Denken verbreiten und nicht das Gegenteil. Die Welt ist schon böse genug. Jeder auf dieser Welt kann wenigstens unsere Gesellschaft wieder positiver gestalten, indem man sich respektvoll und freundlich verhält.
Und das ist es was zählt.
Und ich lebe so viel unbeschwerter.

Ich versuche bei jeder Möglichkeit zu lächeln, weil es mir dann leichter fällt positiv zu denken und vor allem positiv zu bleiben. Natürlich könnte ich mich auch oft über Gott und die Welt aufregen, natürlich kam die Umstellung nicht von jetzt auf gleich. Das geht gar nicht. Aber es geht Schritt für Schritt. Wenn ich länger an der Ampel stehe, weil einer zu langsam anfährt oder wenn ich eine grüne Ampel verpasst habe, weil einer vor mir zu langsam gefahren ist, rege ich mich nicht mehr auf. Ich denke mir dann „Dankeschön, jetzt darf ich etwas länger meine Playlist hören, die läuft“ – verrückt? Ich denke nicht. Aber so habe ich angefangen mich zu trainieren. Und Gewohntes legt man nicht so schnell wieder ab, außer man entscheidet sich bewusst dazu. Ich selbst war mal der größte Pessimist – heute unvorstellbar!
Daher werde ich mein Lächeln nicht wieder ablegen – das wäre die größte Fehlentscheidung! Viel eher frage ich mich, wie ich es damals geschafft habe, nicht so viel zu lächeln.

Ein Lächeln bewegt mehr in dir, als du glauben magst. Und auch mehr in den Leuten, die du mit deinem Lächeln beglückst.

Challenge an dich: Versuche einen Tag lang zu lächeln, deine Worte anders zu wählen (einen wunderschönen guten Morgen zu wünschen, anstatt bloß Morgen zu sagen, zum Beispiel), dich in Alltagssituationen zu bedanken, anderen einen schönen Tag zu wünschen (nicht nur der Kassiererin) und schau, was passiert. Du wirst anders wahrgenommen, erst recht, wenn du es öfter tust. Und ja, wenn es von dir ungewohnt war, werden dich Leute fragen was mit dir los ist. Aber gerade solche Äußerungen nehme ich als Kompliment an, weil sie meine Veränderung bemerken. Und diese Veränderung ist eine schöne Veränderung!

Keep smiling!

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