Egoismus · Einstellung · Fokussieren · Gedanken · Gefühle · Mindset · Motivation · Persönlichkeitsentwicklung · Tobias Beck · Veränderung

Was haben andere Menschen davon, dass es dich gibt? Und warum tust du, was du tust?

Aus Tobias Beck Motivationsvideo gegriffen möchte ich euch hiermit dieselben Fragen stellen. Zwei so einfache Fragen, die so schwer zu beantworten sind.

Wenn man sich an die Beantwortung der Fragen macht, fühlt man sich zunächst ein wenig ratlos und überfordert. Vielleicht sogar wertlos, weil man es nicht sofort erkennt. Weil es nicht offensichtlich ist. Weil man sich darüber Gedanken machen muss. Aber keine Sorge, das ist normal.

Bei der ersten Frage ist es eigentlich ganz simpel. Was tust du jeden Tag, damit dein Umfeld davon profitiert? Welche Dinge sagst du jeden Tag, die andere inspirieren können? Was gibst du an andere zurück, um der Leuchtturm zu sein und ihnen den Weg zu weisen? Denn nichts macht dich erfolgreicher als andere erfolgreich zu machen. Nichts fühlt sich besser an, als für andere eine Stütze zu sein, für sie da zu sein. Ihnen zu helfen und den Weg zu leiten. Ihnen Kraft zu geben, wenn sie nicht weiter wissen. Ihren Blick wieder auf die wichtigen Dinge zu legen. Ihren Fokus und Ihre Motivation aufzufrischen. Vielleicht wiederherzustellen.

Wisst ihr was mir immer meine Energie geraubt hat und sich zeitgleich auf meine Stimmung übertragen hat? Hass, Neid, Eifersucht, Missgunst, Gier und Anteilslosigkeit.

Seit ich mich mehr mit anderen freue, ihnen Komplimente mache oder was Schönes sage, versuche sie zu motivieren oder ihnen in den Arsch trete, fühle ich mich besser. Wenn ich schöne Fotos von anderen Frauen sehe finde ich das klasse! Natürlich beneide ich manche für ihre reine Haut, schönen langen Haare oder ihrer tollen Figur – aber ich projiziere diesen Neid nicht auf mein Selbstwertgefühl, das eventuell von solchen Bildern angekratzt sein könnte, sondern ich sage es ihnen ehrlich und direkt und freue mich für sie, das sie solch ein Glück haben. Dass sie so hart an sich arbeiten. Und wenn du mal andersherum denkst – andere können auch dich um etwas beneiden. Es fällt dir vielleicht nicht sofort auf, weil dein Selbstwertgefühl dir etwas anderes einreden möchte oder du es einfach nicht glauben kannst, weil du mit dir nicht zufrieden bist. Weil du denkst, du hättest sowas nicht verdient oder du denkst vielleicht einige würden deren Komplimente nicht ernst meinen. Und ja, ich gebe dir da Recht. Einige machen jeden Tag zig Kommentare, die nicht ernstgemeint sind, die nicht aus dem Herzen kommen und unaufrichtig sind. Andere machen zig Menschen dieselben Komplimente.

Es kommt natürlich immer darauf an, von wem sie kommen. Aber wenn sie von den richtigen kommen, wieso sich dagegen wehren? Wieso es nicht anerkennen, einsehen und an sich ranlassen? Wieso erstickst du deine Unsicherheiten nicht einfach damit, indem du nette Worte akzeptierst? Sie erwärmen doch das Herz. Sie helfen dir. Sie vertreiben damit Negatives in dir. Und wieso lobst du dich selbst nicht mal? Es ist nicht egoistisch, eingebildet oder selbstverliebt, wenn man das tut.

Viele verwechseln den gesunden Egoismus mit dem profitschlagenden Egoismus. Mit dem Egoismus, der andere niedermacht oder der nur genutzt wird, damit andere darunter leiden. Den meine ich nicht.

Gesunder Egoismus ist völlig legitim. Natürlich darfst du dir sagen, dass du dich schön findest. Natürlich darfst du mit deiner Figur prahlen und sie auch zeigen, weil du hart dafür gearbeitet hast. Natürlich darfst du dich selbst für gute Noten oder Leistungen loben, weil du ebenfalls hart dafür gearbeitet hast. Natürlich darfst du dir selbst sagen, welche guten Eigenschaften du hast, wenn du diese für andere nutzt. Oder für dich selbst. Wie auch immer!

Gerade in sozialen Netzwerken gibt es so viel Hass, weil die Leute immer nur das sehen, was du von dir preisgibst. Und die meisten geben halt nur das preis, was gut ist. Nicht das, was schlecht ist. Nicht das, wo sie gelitten haben. Nicht die schlechten Dinge. Nicht die Dinge, die sie verletzt, ausgelaugt oder zum Verzweifeln gebracht haben. Und ich weiß nicht wieso. Vielleicht ist es Scham, vielleicht auch Selbsthass. Vielleicht will man sowas aber auch nicht teilen. Aber gerade ich merke derzeit, wie viele dasselbe durchgemacht haben. Und wie vielen ich damit helfen kann.

Ich schäme mich für nichts, was passiert ist. Ich schäme mich für nichts, was ich preisgebe. Ich stehe zu meinen Taten, zu meinen Narben und zu meiner Vergangenheit. Leute – ihr seid eure Vergangenheit! Wenn ihr das nicht teilt, verschleiert ihr euch selbst. Ihr verheimlicht etwas von euch, was irgendwann mal raus muss. Ihr verheimlicht etwas, das vielleicht an euren Kräften zerrt, weil ihr es nicht richtig verarbeiten könnt. Und ich will damit gar nicht sagen, dass ihr alles was euch widerfährt öffentlich posten müsst, aber wie vielen würde es helfen, nicht immer bloß diese perfekte Welt zu sehen? Diese makellosen Bilder? Dieses vermeintlich makellose Leben? Wie sehr hilft es dir selbst, wenn du dich aussprichst, Zuspruch bekommst und Schritt für Schritt damit abschließen kannst?

Ecken und Kanten sind mit das interessanteste an einer Person. Das nur mal nebenbei. Öffnet euch und ihr werdet glücklicher.

Zurück zum Thema. Hinterfrag dich doch mal selbst, was du jeden Tag tust. Hinterfrag dich, was du besser machen könntest. Sei dankbar. Sei gut zu dir. Schau dir mal deine guten Eigenschaften an und verschwende deine Zeit nicht damit, dich für etwas fertig zu machen, was mal war. Oder für etwas fertig zu machen, wo du dich nicht korrekt verhalten hast. Akzeptiere es, wenn du etwas falsch gemacht hast und lerne daraus. Entschuldige dich, wenn es dir hilft. Solange es aufrichtig ist. Mach es beim nächsten Mal einfach besser. Lasse es dir eine Lektion gewesen sein. So wächst du aus dir hinaus, so entwickelst du dich weiter.

Und wenn dir etwas nicht passt, sag es.
Wir kommunizieren doch sowieso zu wenig. Es werden Dinge in WhatsApp-Gespräche interpretiert, die per Telefonat ganz anders gedeutet werden würden. Wir haben es doch irgendwie verlernt zu kommunizieren. Kennt ihr doch – ich sag nur Emojis! Einige nutzen sie ständig, andere kaum. Und tut einer etwas nicht wie du, wird es anders interpretiert. Wenn etwas unklar ist, hinterfrag es und quäle dich nicht mit den Gedanken, was damit gemeint sein könnte. Das ist genauso, als würdest du Gedanken lesen wollen – und das ist uns wirklich nicht möglich.

Was haben andere Menschen davon, dass es dich gibt?
Schreibe 5 positive Eigenschaften von dir auf und leite daraus Taten ab. Völlig egal von welcher Zeitspanne wir ausgehen.

Und warum tust du, was du tust?
Es muss dir gefallen, was du tust, das ist klar. Tun wir nicht das, was uns Freude, einen Mehrwert, Glück oder Freude bereitet können wir gar nicht zufrieden sein. Wir können dann gar nicht an andere zurückgeben, das ist unmöglich.

Diese Frage hängt eng damit zusammen, wie deine Ziele definiert sind und wer du mal sein möchtest, wo du hin möchtest. Ich kann gerade nur mich als Beispiel nehmen. Wieso habe ich diesen Blog gestartet? Weil ich meine Erfahrungen teilen möchte, weil ich mich dadurch selbst weiterentwickle, weil ich Dinge damit verarbeite und weil ich weitergeben möchte. Ich möchte, dass einige von mir lernen. Ich möchte inspirieren. Ich möchte zum Denken anregen, nichts weiter. Und ich mache das, weil es mir auch geholfen hat.

Wieso mache ich so oft Sport? Für meinen Ausgleich. Um mir zu zeigen, dass ich Disziplin habe. Um stolz auf mich zu sein. Um meine Figur zu definieren. Um einen klaren Kopf zu bekommen. Um fit zu bleiben. Um gesund zu leben.

Und dasselbe kann man auf seine Ernährung, die Arbeit, den Umgang mit Freunden und Familie ausweiten. Haustiere, Reisen, Hobbies, Haushalt, Freizeit, das eigene Verhalten. So unendlich viele Möglichkeiten.
Und alles hängt mit deinen Zielen zusammen.
Wenn du keine hast, rennst du planlos durchs Leben. Wenn du nicht weißt, wo du hin möchtest, solltest du dir darüber Gedanken machen. Dann regeln sich dein Alltag und deine Handlungen ganz von selbst.
Und ich kann es nur wiederholen – Fokussieren ist der Schlüssel im Leben.
So einfach.
Es beginnt alles im Kopf. Mindset, Freunde.

Mach dir Gedanken über deine Ziele. Über deinen Sinn im Leben. Über deine Wünsche und Träume. Hast du die Dinge erstmal erkannt, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du tust alles dafür, um diese Ziele zu erreichen, oder du redest dir ein, dass es unmöglich ist. Und dann wird es das auch.

Veränderungen sind anstrengend, das weiß ich. In jeder Form. Veränderungen bedeuten Arbeit und Arbeit finden wir nicht toll. Aber es ist Arbeit, die sich lohnt. Die sich langjährig auf deine Lebensqualität auswirken wird. Die dich zu einer starken Persönlichkeit formen wird. Es lohnt sich definitiv, sich einmal Gedanken darüber zu machen.

Das Leben ist das, was du daraus machst. Du selbst bist für dich und dein Leben verantwortlich. Nicht deine Eltern, nicht deine Freunde, nicht deine Vergangenheit und auch nicht dein fester Partner. Die Einsicht kann wehtun, aber so ist es.

Es ist alles in dir.

2 Kommentare zu „Was haben andere Menschen davon, dass es dich gibt? Und warum tust du, was du tust?

  1. Wie immer top!
    Nur in einem einzigen Punkt habe ich eine kleine Anmerkung. 🙂
    Sei immer stolz auf Dich! Ohne „weil“. Also nicht „weil“ Du Sport gemacht hast oder Disziplin bewiesen hast oder „weil“ dies oder das. Du bist toll. Einfach so. Punkt!
    Es ist wie als Papa oder Mama sein Kind zu lieben. Immer. Obwohl oder trotz oder besonders gerade dafür, dass es sich auch nicht so verhält „wie ich mir das jetzt vorstelle“. Der größte Fehler, den Eltern allgemein machen ist, ihr Kind mit Ablehnung für ein Handeln zu strafen. Das ist geradezu pervers. Sei besonders stolz, dass es eine eigene Persönlichkeit entwickelt!
    So ist das auch mit uns selbst. Wir sind toll. Per se. Gut, nicht alle. 😉 Natürlich gibt es auch böse Menschen. Aber das Gute steckt in jedem…

    Gefällt 1 Person

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