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step 5

Schritt 5:

Arbeite an deiner Selbstdisziplin

Du hast bereits viel geschafft, sei dir dem bewusst. Es gehört eine Menge Mut und Kraft dazu, zu seinen Gefühlen zu stehen, zu akzeptieren und zu verzeihen. Alles hinter sich zu lassen und sich von Dingen oder Menschen zu trennen, die einem im Wege stehen. Ich bin stolz auf dich! Und das kannst du auch sein.

Die Trennung ist bei mir knapp 6 Wochen her. Es kommt mir irgendwie viel länger vor, weil ich mich so verändert habe und mein Leben umgestellt habe. Mein Kopf ist wesentlich weiter als es meine Gefühle sind und das gebe ich auch offen zu.

Natürlich kann ich das alles nicht einfach so vergessen. Und das fordert niemand von mir, ich am wenigsten. Was jedoch manchmal eintritt sind schlechte Tage. Und mit schlechten Tage meine ich die Situationen, wo ich wieder an Vergangenes zurückdenke und meine eigenen Methoden an mir anwenden muss. So mache ich zum Beispiel wieder mehr Sport, wenn mich so ein Gefühl packt. Ich lese dann die richtigen Bücher, um mich zu fokussieren, probiere einige Dinge, um meinen Fokus auf das wichtige zu lenken.
Niemand erwartet von dir, dass du von heute auf morgen ein komplett neuer Mensch bist. Es gehört nun mal dazu, Schwäche zu zeigen und sich das auch selbst einzugestehen.

Was sich dort jedoch bei mir verändert hat ist die Art und Weise, wie ich damit umgehe. Ich bade nicht in Selbstmitleid, höre mir die schnulzigsten Lieder an und weine dann einsam und allein in meinem Bett. Die Zeiten gibt es bei mir nicht mehr. Wenn ich solche Gefühle und Gedanken habe reflektiere ich das ganz objektiv. Wieso fühle ich so? Ist irgendwas vorgefallen, was mich dazu verleiten lässt? Was fehlt mir? Was möchte ich? Wo möchte ich hin?
Wenn ich darauf keine Antwort habe ist es ebenfalls in Ordnung. Dann werden die Gefühle akzeptiert und begrüßt. Dann ist mein alter Freund wieder da, der mich besucht. Und das ist in Ordnung. Ich konzentriere mich dann jedoch nicht darauf. Ich suche mir schnellstmöglich jemanden, mit dem ich drüber reden kann um mich auszulassen und auch wieder andere Blickwinkel betrachten zu können. Ich tue in den Momenten das, was mir gut tut. Stichwort Selbstfürsorge. Und dann geht es mir zwar nicht wieder zu 100% gut – aber besser. Und dann schlafe ich eine Nacht drüber und es beginnt wieder ein wunderschöner neuer Tag.

Sich Schwäche einzugestehen und das auch zu teilen finde ich enorm wichtig. Jeder der behauptet, er würde keine Fehler begehen lügt meiner Meinung nach. Es kann nicht komplett perfekt für dich laufen, wir alle verirren uns mal auf dem Weg, fallen hin oder stolpern. Und das ist auch keine Tragödie. Es ist erst eine Tragödie, wenn du dich dann nicht mehr aufraffst und weitermachst wie vorher. Weitermachst, als hättest du alles vergessen, was du gelernt hast.

Jeder Fehler macht dich stärker. Das erkennt man dann nicht sofort, weil es einfach viel Kraft erfordert und man sich in so Momenten fragt, wofür man das tut. Ob es sich lohnt. Ob es einen überhaupt weiterbringt. Oder man fragt sich, wozu weitermachen, wenn man noch keinen Erfolg sieht? Keinen Erfolg verspürt?
Das sind Zweifel, die sind legitim. Die sind auch vollkommen normal. Wichtig ist nur, sich von den Zweifeln nicht leiten zu lassen. Diese Zweifel kommen aus deinem alten Ich, die dich wieder zurück haben möchten, die nicht weiter vernichtet werden wollen. Diese Zweifel kommen tief aus deinem Unterbewusstsein – alte Gewohnheiten, alte Verhaltensmuster.
Lass dich von ihnen nicht unterkriegen! Du bist stärker als die!
Du packst auch das noch!
Schau dir mal an, was du bislang geschafft hast – wie weit du bereits gekommen bist!
Jeder Schritt, der dich zu dem gemacht hast, der du heute bist, ist schon wert zu erwähnen. Du solltest dich generell für jeden kleinen Erfolg feiern, den du auf deinem Konto verbuchen kannst.

Dinge zu verarbeiten erfordert nicht nur deinen eigenen Willen und deine Kraft, sondern auch etwas, worauf wir keinen Einfluss haben. Und das ist Zeit.
Und das ist ziemlich ärgerlich!
Alles was im Kopf geschieht, können wir selbst steuern.
Unsere Gedanken, unser Unterbewusstsein, unsere Einstellung.
Aber zu steuern, dass unsere Gefühle schneller verarbeitet werden? Niemals. Und das möchte ich nicht als Problem bezeichnen, viel mehr als unkontrollierbaren Faktor.
Zeit ist einerseits das kostbarste was wir haben – und die Zeit schätze ich sehr – aber zeitgleich auch das größte Monster überhaupt.
Aber auch dort gilt: Akzeptieren, dass wir Zeit brauchen. Akzeptieren, dass nicht jeder Erfolg von heute auf morgen kommt, sondern langfristig aufgebaut werden muss. Es macht also auch hier wenig Sinn, sich Druck zu machen.

Bei mir sehen die meisten nur, was ich ihnen zeige. Keiner (oder die wenigsten) interessieren sich für alles, was ich jeden Tag durchmachen muss um da zu sein, wo ich heute stehe. Wo ich morgen stehen werde. Oder nächsten Monat. Menschen sehen immer nur das Zwischen- oder Endprodukt. All die Gedanken und die Zweifel, die mich ab und an begleiten, kann gar nicht jeder wahrnehmen. Und das ist auch okay. Oft möchte ich auch gar nicht, dass es jemand mitbekommt.

Nicht jeder Gedanke gehört ausgesprochen – sondern weggeschoben.
Nicht jeder Zweifel gehört gespürt – sondern verdrängt.
Nicht jede Kleinigkeit verdient deine Aufmerksamkeit.
Fange nicht an dich auf Kleinigkeiten zu fokussieren.
Es ist deine innere Waage – du kannst nur für dich abwägen, was eine Kleinigkeit ist und was auf jeden Fall rausgelassen werden muss.

Was du niemals aus den Augen verlieren darfst sind deine Ziele und dein Wohlbefinden. Gerade in schlechten Zeiten ist es schwierig sich zu disziplinieren – das kann ich wirklich bestens nachempfinden!
Es reizt natürlich, sich an einem Sonntag den ganzen Tag einzukuscheln, Filme oder Serien zu schauen und bestenfalls noch Essen zu bestellen. Oder was auch immer du gerne tust. Es reizt ebenfalls, nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag die Füße auf den Tisch zu legen und sich eine Fertigpizza in den Ofen zu schieben.
Aber denk mal drüber nach… Wie sehr bereust du es im nachhinein? Wie sehr machst du dich selbst wieder dafür fertig, dass du schwach geworden bist? Wie sehr fragst du dich, was da mit dir los war? Und wie sehr kratzt es einfach wieder an deinem Ego? Es nicht geschafft zu haben? Es nicht durchgezogen zu haben?
Und genauso ist es mit kleinen Leckereien, die dich reizen können. Ein gewöhnlicher Kinder Riegel hat 117 Kalorien. Du genießt diesen Riegel vielleicht 20 Sekunden. Wenn wir nun mich als Beispiel nehmen – und mein Gewicht berücksichtigen – müsste ich 2,5 Kilometer auf dem Laufband verbringen, damit ich die 117 Kalorien verbraucht habe. Das sind je nach Geschwindigkeit 15 – 20 Minuten joggen! Für einen einzigen Kinder Riegel! Das schließt nicht mal die Fertigpizza ein, oder das bestellte Essen!
Vielleicht hilft dir ja dieser Gedanke, wenn du mal wieder Heißhunger bekommst.

Aber was definitiv helfen sollte ist der Gedanke an deine Gesundheit.
Keiner verlangt von dir, dass du dich komplett einschränken sollst – idealerweise entwickelst du jedoch das Bewusstsein, bis du sowas gar nicht mehr konsumieren möchtest. So ist es bei mir.
Ich esse seit 6 Wochen weder Junkfood, noch Süßigkeiten oder Fertigprodukte und vermisse nichts! Ja wirklich!
Das einzige, was mich daran stört ist die Tatsache, dass ich bei Familienfeiern immer deswegen angefeindet werde. Ich darf mir dann Sätze anhören wie „Wieso isst du kein Kuchen? Du bist doch dünn genug!“, „An Familienfeiern musst du zuschlagen!“, „Du musst doch nicht noch abnehmen!“.
Und genau diese Sätze sind Gift für dich. Im Idealfall lässt es dich kalt und du erklärst ruhig und objektiv, wieso du das nicht essen möchtest. Im Idealfall akzeptiert deine Familie das auch.
Aber ich bin ja nicht doof. Familien ticken immer anders. Ich weiß das auch nur zu gut, denn ich esse zusätzlich auch seit Monaten kein Fleisch mehr – aber das ist eine andere Diskussion.
Es ist sehr wichtig, dass du nein zu deiner Familie und ja zu dir selbst sagst! Nein zum Konsum ungesunder Dinge und ja zu deiner Disziplin!

„Die Fähigkeit das Wort ‚NEIN‘ auszusprechen ist der erste Schritt zur Freiheit“

Mittlerweile kann ich sehr gut mit solchen Bemerkungen umgehen und habe meine Familie sozusagen erzogen, dass ich sowas eben nicht mehr esse. Es hat seine Zeit gedauert und auch viel Leid und Ärger und Anstrengung für mich, aber letztlich sind sie bemüht, mich damit in Ruhe zu lassen. Und wenn sie mich nicht in Ruhe lassen, höre ich weg oder verlasse die Situation kurzzeitig. Man kann es eben nicht jedem Recht machen – ich mir selbst jedoch immer!
Wie bereits des öfteren erwähnt, ist Veränderung nicht nur für dich anstrengend, sondern auch für dein Umfeld. Und daher ist dein Umfeld extrem wichtig.
Tickt dein Umfeld ganz anders und verständnislos, wie zum Beispiel deine Familie, zieht es einen runter. Ich finde es auf Familienfeiern unfassbar anstrengend und genieße diese so gut wie gar nicht, aber an der Familie lässt sich nichts ändern. Ich bin dann nur froh, wenn meine Schwester dabei ist, die sich genauso weiterentwickeln möchte, wie ich.
Das einzige was man tun kann ist es, der Familie (Bekannten oder Freunden…) versuchen zu erklären wieso man etwas nicht möchte, sie zum Nachdenken anzuregen oder schlimmstenfalls den Kontakt einzuschränken oder sogar abzubrechen. Aber so weit muss es gar nicht kommen.
In dem Fall lege ich dir wärmstens das Buch Wie man Freunde gewinnt ans Herz. Es wird anhand vieler Beispiele erklärt, wie man am besten mit Menschen umgeht. Auch dann, wenn es in einem brodelt.

Aber wenn du dich konsequent mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, wirst du sowieso viel entspannter und regst dich immer seltener auf, weil du eben deinen Fokus und deine Prioritäten änderst.

So, wo war ich? Stichwort Selbstdisziplin.
Manchmal helfen Mantras. Sich bestimmte Dinge immer wieder aufzusagen. Den Morgen mit einem tollen Podcast zu starten, der motiviert, anstatt Nachrichten zu lesen, die runterziehen. Oder Posts von anderen zu lesen, wo sie sich bereits morgens um 6 Uhr aufregen – wer braucht denn das?
Ich habe eine tolle Postkarte von Dirk Kreuter an meiner Magnettafel hängen, die ich unglaublich gerne lese und auch unglaublich gerne laut aufsage – nur für mich. Aber wenn wir die Dinge überzeugt aufsagen, kann das Wunder bewirken.
Ich möchte das gerne mit euch teilen:

Ich bin stark
Ich bin besessen
Ich bin nicht wie alle anderen
Ich mache, was andere verweigern
Ich kontrolliere mein Schicksal
Ich bin nie zufrieden
Ich bleibe niemals stehen
Ich arbeite, wenn andere schlafen
Ich weigere mich aufzugeben
Ich bin angetrieben, erfolgreich zu sein
Ich bin ein Vorbild für andere

Vielleicht denkt sich der ein oder Andere, dass es ein wenig überzogen ist. Oder dass ich bescheuert bin, mir sowas aufzusagen. Aber nein. Es kann wahre Wunder bewirken!

Fassen wir also zusammen.
Wir sollten unsere Ziele ständig im Fokus haben, nicht in Selbstmitleid baden, sondern weitermachen, die Zweifel mit Maßnahmen vernichten, unser Umfeld bearbeiten und uns Dinge aufsagen, die uns motivieren.

Gar nicht so schwierig, oder?

Bei der Disziplin hilft es ungemein, wenn du weißt was du willst, aber auch weißt, was du nicht willst. Das eine schließt automatisch das andere aus. Mache dir zur Not eine Liste, leite daraus Ziele ab, leite daraus Entscheidungen ab.
Disziplin geht Hand in Hand mit der Konsequenz, zu seinen Taten und Entscheidungen zu stehen. Zweifelst du einmal an einer Entscheidung, bröckelt die Disziplin dahin.

Was mir zum Thema Umfeld noch einfällt…
Du kannst einfach nicht der werden, der du sein möchtest, das tun, was du tun möchtest oder das konsequent durchziehen, was du im Kopf hast, wenn du Menschen um dich hast, die dir ständig was anderes einreden wollen. Die dich einfach nicht verstehen. Die nicht wollen, dass du dich veränderst.
In einem Video von Oscar Karem verbildlicht er dieses Phänomen sehr deutlich:
Er schenkt Wasser in ein Glas ein. Das Wasser symbolisiert dich und deinen Willen – dein Mindset. Nun schüttet er Stück für Stück Cola dazu. Die Cola symbolisiert dein Umfeld, das dich und dein Mindset vergiftet. Dann probiert er das Glas wieder mit Wasser zu befüllen, das es klar wird – aber es funktioniert nicht. Der einzige Weg der hilft, ist das Glas auszuschütten und neu mit Wasser aufzufüllen.
Was er damit sagen oder zeigen wollte ist, dass du dich von negativen Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern trennen musst, um das zu erreichen, was du erreichen möchtest.
Das tut weh, aber es führt kein Weg dran vorbei, wenn es dir wirklich ernst ist.

Selbstdisziplin kann also auch durch äußere Einflüsse scheitern – und das sollte dir bewusst sein.

Falls du einfach Motivation von anderen benötigst, weil es dir mehr hilft und du eher in Teams aufgehst, dann vernetze dich doch mit Gleichgesinnten!
Ich empfehle dir dann folgende Seite:

https://www.meetup.com/de-DE/

Auf meetup kannst du verschiedensten Gruppen beitreten und dich mit Menschen umgeben, die deine Interessen teilen, anstatt diese in Frage zu stellen!
Sei es Fitness, Hobbies, Haustiere, Business, Politik oder Kunst. Du kannst sogar deine eigene Gruppe gründen. Es war noch nie so einfach neue Leute kennenzulernen, die genau das mögen und möchten, was du auch magst und möchtest.

Wir müssen aufhören zu labern und endlich anfangen, etwas zu tun.

Es gibt genügend Möglichkeiten dazu.
Nur höre bitte auf dich kleinzumachen, dir einzureden, dass du es nicht schaffst oder kannst oder dir von anderen einreden zu lassen, dass du es nie packen wirst.
Nimm diese Zweifel, nimm all das Negative und zeig es allen!

„Sag doch mal ja zu dir selbst, sag doch mal ja zu dieser ganzen inneren Kraft, die in dir steckt und überrasch‘ doch mal alle!“Tobias Beck

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