Entscheidung · Glück · Motivation · Persönliches · Positiv Denken · Selbstliebe · Umfeld · Veränderung · Wohlbefinden

Greif nach den Sternen

Kennt ihr das, wenn ihr morgens schon an den Feierabend denkt?
Kennt ihr das, wenn euch etwas nicht erfüllt?
Kennt ihr das, wenn ihr euch montags bereits auf Freitag freut?
Kennt ihr das, wenn sich jeder Tag gleich anfühlt?
Kennt ihr das, irgendwie stehen zu bleiben?
Falls ja, wisst ihr wie sich das anfühlt.

Ich habe schon viel über Einflüsse gesprochen und auch darüber, wie wichtig unser Umfeld für uns ist. Ich habe ebenfalls darüber gesprochen, dass man sich von „schlechten Menschen“ (= Menschen, die nicht dasselbe wollen wie du) trennen sollte.
Und das gleiche gilt ebenfalls, wenn du im Job unzufrieden bist. Wie ich. Momentan.

Ich habe einen guten Job, kann mich eigentlich gar nicht beklagen. Ich verdiene relativ gutes Geld, hab meine Freiheiten, kann selbständig arbeiten und habe gute Arbeitsbedingungen. Ich versinke nicht in Arbeit, habe nette Kollegen.
Dennoch fühle ich mich nicht zufrieden. Kennt ihr das?

Und das hat auch einen Grund. Ich will etwas anderes. Ich will nicht mehr im Angestelltenverhältnis sein. Ich will flexibler sein, mir meinen Tag gestalten, wie ich eben möchte und mich nicht 40 Stunden im Büro quälen, weil es im Arbeitsvertrag so steht.
Wir könnten alle so viel besser leben, wenn wir uns unsere Zeit frei einteilen könnten. Wie oft denke ich mir an ruhigen Tagen, was ich schon machen könnte, wenn ich nicht „Gefangene“ im Angestelltenverhältnis wäre? Einkaufen, zum Sport gehen, den Haushalt schmeißen, Person XY besuchen, Termine wahrnehmen, Shoppen gehen.

Und daher Greif nach den Sternen. Ich bin es leid, mir von Anderen vorsagen zu müssen, wie ich zu leben habe. Ich bin es leid, mir deren Meinungen anzuhören, die inhaltlich nicht mal hilfreich sind, sondern nur von Sorgen und Unwissen handeln. Ich bin es leid, mir alles schlecht reden zu lassen von Leuten, die keine Ahnung haben und selbst total unzufrieden sind.
Ich möchte ein Macher sein. Ich möchte ausprobieren. Ich möchte es einfach mal tun! Was hat man zu verlieren?

Ich plane mein Leben derzeit in Richtung Selbständigkeit.
Nächsten Monat beginnt mein Kurs für die B-Lizenz und davon erhoffe ich mir ein Standbein in der Fitnessbranche. Ob ich dann erstmal im Angestelltenverhältnis lande ist mir egal, denn ich würde dann etwas ausführen, was mir Spaß macht, was mich interessiert. Natürlich ist es nicht verkehrt Erfahrungen zu sammeln, bevor man sich in die Selbstständigkeit stürzt. Man muss von anderen Experten lernen und selber wachsen, bevor man durchstarten kann. Ansonsten bist du nur ein weiterer Lehrer, der Theorie weitergibt, anstatt Erfahrungen aus der Praxis zu teilen.
Und wenn es läuft, hänge ich die Weiterbildung zum Personal Trainer dran und ganz vielleicht könnte ich dann als Freelancer tätig werden. Mit einer Sache, die mich interessiert.
Nichts einfacher als das. Weiterbilden, Lernen, Erfahrungen sammeln, durchstarten.

Das Problem der meisten ist das Baden in Selbstmitleid. Man müsste doch mal dies tun, wieso hab ich damals das nicht getan, weshalb kann er sich sowas leisten aber ich nicht, man könnte und hätte, aber tut einfach nichts!

Es geht im Leben darum zu leben. Und so einfach es sich anhören mag, ist es gar nicht. Es ist bequem sich zu beschweren, seinen Alltag und Gewohnheiten weiter auszuführen und sich Mitleid von anderen zu holen. Aber wisst ihr was langfristig noch viel bequemer ist? Wenn du ein Leben führst, das du dir wünschst.

So schwer es vielleicht auch für dich aussehen mag – es ist möglich. Aus jeder Situation kann man als Gewinner rausgehen. Aus jeder Situation kannst du Erfolge machen. Du musst es nur wirklich wollen und deine Taten entsprechend umsetzen, als ständig nur zu labern.

Beispiel aus meinem Leben derzeit:
Ich wohne aktuell bei meinen Eltern. Für mich einfach der pure Horror. Finanziell ist es mega bequem, ich muss kaum was im Haushalt machen und nur ein Zimmer aufräumen, anstatt eine komplette Wohnung.
Das könnte für einige bereits der Jackpot sein. Für mich unter keinen Umständen.
Dein Umfeld beeinflusst dich und dein Glück. So ist es ebenfalls bei mir und meinen Eltern. Es ist ähnlich wie die Schere zwischen Arm und Reich – unsere Vorstellungen vom Leben und auch unsere Einstellungen zu vielen Dingen sind so extrem unterschiedlich, dass ich es Zuhause nicht mehr aushalte.
Ich brauche meine Freiheiten, meine Selbstständigkeit. Ich möchte in Ruhe nach Hause kommen, ich möchte mich nicht ständig rechtfertigen oder erklären müssen, wieso ich gewisse Dinge tue oder anstrebe. Ich möchte mich nicht ständig diesen negativen Einflüssen stellen. Pures Gift, ich sag es euch.
Von daher fiel es mir nicht schwer, mich auf Wohnungssuche zu begeben. Und zum Glück habe ich eine Wohnung gefunden, die ich bald beziehen kann. Und wisst ihr was? Ich habe kaum etwas angespart, ich muss viel Zeit und Stress in den Umzug investieren, aber ich bin bereits jetzt so viel glücklicher damit.
Meine Freiheit das zu tun, was ich tun möchte, ist mir so viel mehr wert als das Geld.

Unvernünftig? Keineswegs!
Keine Sorge, ich bin ausgebildete Kauffrau und kann super mit meinem Geld umgehen. Ich würde mich nie in Schulden stürzen. Aber ich stürze mich gern in meine Wünsche, Träume und mein Glück.

Bist du zufrieden mit deinem Leben?
An welchen Schrauben kannst du drehen um zu erreichen, was du möchtest?
Was kannst du tun, was dir langfristig einen Mehrwert bringt?

2 Kommentare zu „Greif nach den Sternen

  1. Da haust Du aber wieder echt etwas raus! Respekt! 🙂

    Gerade das Thema Geld ist etwas, das uns vieles ermöglicht. Für mich ist Geld der Garant für Freiheit. Deswegen investiere ich meine Freizeit sehr in dieses Thema. Gerade als Kauffrau ist Dir das Thema ja dann nicht fremd. Aber als Angestellte arbeitest Du natürlich für den Geldbeutel fremder Menschen. Die meisten Menschen sind nicht selbstständig, ich auch nicht. Aber der richtige Bezug zu Geld ist elementar, um die Freiheit, die Du anstrebst, auch letztlich tatsächlich leben zu können.

    Jeder hat einen anderen Weg zu seiner persönlichen Zufriedenheit zu gelangen, das ist völlig klar. Gut, die meisten Menschen haben gar keinen Weg und leben ihre total Unzufriedenheit aus, wie Du es in Deinem Artikel auch andeutest. Aber wir gehen mal von dem kleinen Teil der bewussten Menschen aus. Dieser Teil ist auf der Suche nach Zufriedenheit und arbeitet daran. Und ich kann an der Stelle nur sagen, dass es sich – ob nun selbstständig oder in einem Angestelltenverhältnis – immer lohnt, eine intensive Beziehung zum Thema Geld aufzubauen. Für die Meisten ist es reine Hassliebe. Am Ende des Geldes ist meist viel Monat übrig.
    Aber das muss nicht so sein. Mir bereitet es große Freude mich aktiv um meine Anlagen zu kümmern, auch wenn das einige Jahre intensive Einarbeitung gekostet hat. Aber Du hast dadurch die Möglichkeit die Geschwindigkeit auf dem Weg zur Freiheit enorm zu hebeln.

    Ich habe das in meinem Blog kaum thematisiert, weil die meisten Menschen schon bei sich selbst völlig überfordert sind (Persönlichkeit usw.). Ich sehe das an der Reaktion mancher Follower(innen!). Dazu noch ein weiteres Thema wie den aktiven Umgang mit Geld anzusprechen, überfordert da sicher viele umso mehr. Aber darum soll es hier nicht gehen. Top finde ich, dass Du offenbar schuldenfrei bist. Klasse!

    Warum sage ich das alles? Weil meine Erfahrung ist, dass wir damit langfristig mehr rausholen können als „nur“ durch unseren Job. Und für mich zählt am Ende des Gedankens nur die eigene (Seelen-)Freiheit. Das geht nicht ohne Geld. Deswegen ist für mich die Persönlichkeitsentwicklung so stark mit dem Thema Finanzen verknüpft. Die meisten Super-Coaches sprechen immer von Erfolg, Erfolg, Erfolg. Ja, ist schon richtig. Erfolg mental und Erfolg im Beruflichen. Aber wozu diese Mental-Trainer in der Regel nichts sagen, weil sie davon oft keine Ahnung haben, ist das Thema „wie halte ich mein sauer verdientes Geld auch zusammen“. Damit lassen sich nämlich aufgrund des mangelndes Interesses der Menschen weitaus weniger Bücher verkaufen. Oder Onlinekurse. Oder Vorträge. 🙂

    Nur so ein Gedanke… 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo! Vielen lieben Dank für deine äußerst tolle Kritik mal wieder! 🙂 tut mir leid, dass ich mich erst jetzt dazu äußere, aber ich hatte so unglaublich viel um die Ohren.

      Ich kann dir da nur Recht geben! Was ich damit auch nur sagen möchte ist, dass Freiheit für mich so viel mehr wert ist als eine finanzielle Absicherung (da spreche ich von Geld auf Sparbüchern, das nur darauf wartet ausgegeben zu werden- unnötig!).
      Nicht jeder muss sich selbstständig machen, um Gottes Willen, sondern nur, wenn er es auch wirklich möchte 🙂

      Ich finde es super, wie du dich mit dem Thema Geld beschäftigt hast und langfristig denkst! Eine Eigenschaft, die vielen fehlt. Ich würde auch voller Interesse solche Blogeinträge von dir lesen – ich hab nämlich absolut keine Ahnung von Anlagen und lerne gerne von Menschen, die es sich selbst erarbeitet haben und Erfahrung haben.
      Die Beziehung zu Geld ist vielen Menschen unangenehm – eben weil es meistens knapp ist. Aber wieso es bei den meisten knapp ist wird kaum thematisiert. Solche Dinge muss man in die Hand nehmen!
      Ich plane meine Ausgaben ganz strikt und passe sehr gut auf die Balance zu erhalten, aber künftig möchte ich mich sehr wohl auch damit beschäftigen, wenn ich mehr Zeit habe.

      Auf jeden Fall vielen Dank für die Kritik und deine Sicht der Dinge! 🙂
      Und jap, manche Super-Coaches erwähnen nicht mit einem mal das Wort „Geld“ in Zusammenhang mit Erfolg…

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s